Sieben Söhne werden dem Juden Nathan von Christen gemeuchelt. Siebenfach liebt er dennoch väterlich ein christliches Waisenmädchen. Religion als Projekt der vollendeten Vermenschlichung steht und fällt mit gelebter Nächstenliebe. Die rechte Lehre erweist sich erst als wahr in der rechten Glaubenspraxis. Vernunft gebietet Liebe, Liebe überbietet das Vernünftige. Religion erfüllt sich in Liebe. Lieblose Religion unterbietet die Vernunft. Dieses Programm ist in Zeiten interreligiöser Dialoge und der Beschwörung religiöser Toleranz ein Gang auf Messers Schneide.